Manfred Sensburg

Messebeirat

Manfred Sensburg Portrait

Manfred Sensburg

Geschäftsführer
F+SC GmbH & Co. KG

Warum ist es wichtig, beim bfp FORUM teilzunehmen?

„Die Mischung macht es“ und „Netzwerke schaden nur dem, der keine hat“.
Für die Besucher ist das die Möglichkeit, so viele Anbieter und Kollegen an einem Ort zu treffen, damit eine fast vollständige Marktübersicht zu haben, Antworten auf Herausforderungen des Alltags zu bekommen und Erfahrungen austauschen zu können. Dazu können noch interessante Vorträge verfolgt und Fahrzeuge Probe gefahren werden – eine Kombination, die es sonst nirgends gibt!
Für die Aussteller ist ebenso wichtig, den Markt genau zu beobachten, mögliche Kooperationsansätze zu prüfen, neue Impulse zu erhalten und Kontakte zu Kunden sowie zu anderen Ausstellern zu knüpfen oder bereits bestehende zu pflegen.
Gerade in unserer zunehmend digitalisierten Welt macht der persönliche Kontakt oft den Unterschied und schafft Vertrauen!

Aktuell setzen Fuhrparkmanager in erster Linie auf Pkw. Doch künftig kommen unterschiedliche Mobilitätsösungen hinzu und müssen kombiniert werden, je nach den Bedürfnissen und Anforderungen der Mitarbeiter. Dabei hat jedes Fortbewegungsmittel eigene Prozesse, das Mobilitätsmanagement wird insgesamt komplexer. Welche Rolle spielen dabei die Autohäuser? Was raten Sie der Branche?

Fuhrparkmanager werden gerade bei größeren Fuhrparks immer mehr zum Mobilitätsmanager.
Die Autohäuser liefern Ihren Kunden davon nur noch ein Teilsegment; selbst die Interimsmobiltät oder die Steuerung nicht nutzergebunderer Poolfahrzeuge überlassen sie anderen Anbietern und mit Flug-/Bahnbuchungen, ÖPNV und ÖPNV plus wollen sie meist nichts zu tun haben bzw. haben darin keinerlei Kompetenz. Damit schwächen sie ihre Kundenbeziehung, werden immer mehr austauschbar, zum „Blechschubser“ degradiert und müssen diese geschwächte Position mit immer höheren Nachlässen bezahlen. Ich empfehle der Branche, genauso weiter zu machen, denn das sichert unseren Wettbewerbsvorteil.

Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen für die Fuhrpark-Branche?

Die Dekarbonisierung des Fuhrparks und der Wechsel von der TCO- zur TCM-Betrachtung
Mit der Bestellung von BEVs und PHEVs ist es nicht getan: Ladeinfrastruktur am Firmenstandort, Laden zuhause, ständig neue Gesetze, neue Produkte, steuerliche Anforderungen, ein Dschungel aus Fördermaßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen und noch vieles mehr kommen auf den Fuhrparkleiter zu und dabei erwartet er im besten Fall Hilfe aus einer Hand anstatt einer Unzahl an Beratern mit unterschiedlichsten Interessen, die selten mit denen des Kunden übereinstimmen.
TCM-Analyse ist sehr viel umfangreicher als die reine TCO-Betrachtung und nicht mehr mit ein paar Excelsheets zu lösen. Es fängt beispielsweise mit der Prüfung des Mobilitätsverhaltens jedes einzelnen Nutzers an, geht über die persönlichen Präferenzen der Nutzer bis hin zu CO2-Bilanzen des Arbeitgebers.