Oliver Piepenbrink

Messebeirat

Oliver Piepenbrink Portrait

Oliver Piepenbrink

Strategic Buyer Fleet
thyssenkrupp AG

Warum ist es wichtig, beim bfp FORUM teilzunehmen?

Das bfp FORUM ist eine der bedeutendsten Veranstaltungen für betriebliche Mobilität in Deutschland.
Die Vielfalt der angebotenen Optionen ist sehr gross. Vom klassischen Messebesuch, über Workshop und Weiterbildungsmöglichkeiten, bis zum vielleicht wichtigsten Faktor, dem persönlichen Networking ist jede Art von persönlicher Wertschöpfung realisierbar. Die Bandbreite der Aussteller ermöglicht einen nahezu vollständigen Überblick über die relevanten Flotten- und Mobilitätsthemen. Insbesondere die Erweiterung des Angebotes hinsichtlich des Themas „Beschaffung“ ist eine Wissens- und wertsteigernde Option, die viele Fuhrparkmanager noch gar nicht so sehr „auf dem Schirm“ haben.
Generell wird ja eine Entwicklung weg von den reinen Verwaltungsthemen (die selbstverständlich und nach wie vor wichtig sind), in Richtung Management durch den Markt forciert. Sei es durch interne oder auch externe Lösungen innerhalb der Flottenbetreiber.
Kosten werden in heutiger Zeit anders betrachtet, hier ist somit auch eine andere, eine erweiterte Fokussierung durch die Fachexperten notwendig. Gerade hier bietet das bfp FORUM eine Vielzahl an Optionen.

Eigentlich könnte man es kurz zusammenfassen:
Weil niemand alles wissen kann….

Sie sind nicht nur Mitglied im Beirat, sondern halten auch einen Fachbeitrag. Ist E-Mobilität aus Ihrer Sicht die entscheidende Lösung für die betriebliche Mobilität der Zukunft?

E-Mobilität ist sicher ein derzeit extrem präsenter Part des Mobilitätsportfolios der nächsten 20 Jahre. Wahrscheinlich auch darüber hinaus. Aber „die“ Lösung für betriebliche Mobilität existiert aus meiner Sicht nicht. Wir werden lernen müssen, E-Fahrzeuge sinnvoll in die Betriebe zu integrieren. Da wo sie Sinn machen. Ebenso müssen wir aber akzeptieren, dass sowohl für die klassischen Verbrenner Motorentechnik immer noch eine Vielzahl an sinnvollen Einsatzmöglichkeiten.
Die Anforderungen an Mobilität sind so unterschiedlich, dass es derzeit keine Universallösung geben kann. E-Mobilität und hier schließe ich jetzt Hybrid- und auch Brennstoffzellentechnologie mit ein, ist (noch) nicht in der Lage alle Bedarfe abzudecken. Wir entwickeln uns mit jeder Generation weiter, der Anspruch heute muss aber lauten: Energieeffiziente Mobilität ! Egal welcher Antrieb….
Aber aus der Möglichkeit heraus E-Mobilitätskonzepte mit in unser aller Arbeitsleben zu integrieren, wachsen natürlich auch die Herausforderung für Fuhrparkbetreiber. Nicht nur im Bereich des Fuhrpark- oder Mobilitätsmanagent. Was ist mit Themen wie Versicherungen (und insbesondere Versicherungen ausserhalb unserer Mobilitätswelten: z.B. Gebäudeversicherungen, Thema Brandlasten in Tiefgaragen). Themen wie Versteuerungsthematiken (und Subventionen) schaffen neue notwendige Schnittstellung zu HR Funktionen. Komplette jahrelang etablierte Prozesse müssen überdacht und bewertet werden. Ehrlicherweise gibt es da aus meiner Sicht auch keine Fachexpertise, die das Thema vollumfänglich betrachtet. Wir gewinnen quasi an Herausforderungen. Und dieser Prozess hat gerade erst begonnen….

Einen Fuhrpark weltweit zu organisieren, bringt sicher gesonderte Aufgaben und Einblicke. Welche Länder sind bei der betrieblichen Mobilität bereits weiter als Deutschland, und was haben diese richtig gemacht? Welche Ideen könnten wir in Deutschland übernehmen?

„Weiter“ ist ja eine Frage dessen, was ich erreichen will. Auch da gibt es ja keine Universallösung. Was mich beeindruckt ist die Konsequenz insbesondere der Norweger was das Thema E-Mobilität angeht. Insgesamt scheint Skandinavien einen anderen Fokus zu legen. Selbst unsere Niederländischen Nachbarn sind ja nicht wirklich mit der Deutschen „breite Reifen, 6 Zylinder“ Mentalität vergleichbar. Die sind da einfach etwas „uneitler“.
Interessant sind auch die Südamerikaner. Alles etwas mehr „easy“. Dagegen erfüllen die meisten Amerikaner tatsächlich die Standart Klischees.
Auf Herstellerseite tun sich die Asiaten deutlich schwerer was internationale, globale Zusammenarbeit angeht.
Also die Mischung aus Uns selbst, Skandinavien und Südamerika, das wäre eine coole Geschichte.